Performa 630 höher takten
Dies sind die Widerstände bzw. Widerstandsplätze R149, 153, 155 und 156. Sie alle befinden sich relativ nahe beim Prozessor auf der Unterseite der Hauptplatine, daher können alle Lötarbeiten an der herausgenommenen Platine durchgeführt werden. Für diejenigen, die die Platine noch nie entnommen haben: Alle Stecker ziehen, die beiden Schnapplaschen der Rückblende nach unten drücken und die Blende durch abkippen lösen. Oben befindet sich links und rechts an der nun sichtbaren Metallplatte je eine Schraube, die gelöst werden muss. Nun den Henkel in der Mitte ausklappen und die Platine herausziehen.
WICHTIG: Um Beschädigungen durch elektrostatische Aufladungen zu vermeiden, sollte der Arbeitsplatz nicht vor Ende des Umbaus verlassen werden und man sollte sich vorher am Erdungskontakt einer Steckdose entladen, um sicherzugehen.
Benötigtes Material: 2 Kühlkörper (1 für den Prozessor, 1 für den Videochip "Valkyrie"), Wärmeleitpaste, Klebstoff zur Befestigung der Kühlkörper, Lötzinn, feiner Lötkolben, grundlegende Löterfahrung, eine Pinzette, eine Stecknadel, sinnvoll: Entlöt-Saugpumpe
Im Werkszustand sind die Lötplätze R149 und R155 unbestückt, auf Platz R153 befindet sich ein SMD-Widerstand mit dem Aufdruck "301" (das steht für 300 Ohm), auf R156 einer mit "472" (für 4,7kOhm).
Achtung: Die Widerstände sind auf der Platine festgeklebt, deshalb ist das Auslöten etwas schwieriger, bewährt hat sich vorsichtiges wechselseitiges Erhitzen der Anschlüsse und paralleles Aushebeln mit der Stecknadel, dabei sollten nach Möglichkeit die Leiterbahnen heil bleiben!!! Auf Lötzinnreste auf der Platine achten, die sollten unbedingt weg!
Um den Takt nun auf 40MHz zu bringen, werden die ausgelöteten Widerstände (man kann natürlich auch neue nehmen, wenn mans ganz ordentlich haben will) nun folgendermassen plaziert:
R149: 472 (4,7kOhm) R153: Leer R155: 301 (300 Ohm) R156: Leer
Die Platine kann dann für einen Testlauf zurück in den Rechner (es ist meist notwendig, vorher den roten Resetknopf hinten auf dem Board zu drücken, dabei geht allerdings normalerweise der PRAM-Inhalt drauf). Mit dem Programm "Clockometer" von Newer Technologies nun die Taktfrequenz überprüfen, sollte sie nicht das Erwartete betragen, besser sofort runterfahren und die Lötung überprüfen! Wenn der Takt stimmt, kurz (wegen der Wärme) die einwandfreie Funktion des Rechners mit ein paar Programmen testen, wenn alles okay ist, geht«s weiter. Wenn nicht, hat man (wie ich zB) Pech und einen Prozessor, der da nicht mitspielen mag :( Dann ist hier Ende. Widerstände wider zurücklöten und Kiste zu...
Ordnungsmenschen können die Lötstelle mit Alkohol und einem Wattestäbchen vorsichtig reinigen.
Jetzt müssen die Kühlkörper an ihren Platz, die Unterseite mit Wärmeleitpaste einschmieren und auf die beiden Chips kleben, die Wahl des Klebers ist frei, er sollte aber halten. Wer Valkyrie nicht finden kann: Er befindet sich in Richtung Steckerleiste auf dem Board und ist auf dem Bestückungsdruck beim Namen genannt, mittelklein, quadratisch, schwarz. Wenn alles hält und funktioniert ist die Operation damit abgeschlossen.
Last Modified 9/5/96