HiFi Recording (Praxis)
Welche Pins des Steckers sind belegt?
In der Zeichnung ist es schlecht zu sehen, aber die Kabel werden an die Spitze (Signal) und den unteren (Masse) Abschnitt des Klinkensteckers gelötet. Das mittlere Stück ist nicht verbunden.
Mein Mac brummt
> Habe meinen 7500er ber die Chinch-Buchsen (Audio Out) an meine
> Anlage angeschlossen. Nun mußte ich feststellen, daß die Kiste
> unangenehm brummt. Mal mehr, mal weniger, aber es gibt permanent
> Hardware-Macke ? Hat jemand von Euch einen Tip ?
Vielleicht nur eine der berüchtigten Brummschleifen. Die entsteht durch mehrfache Erdung der Geräte. Am Besten wäre es, wenn lediglich Dein Mac mit der Schutzerde verbunden ist. Wenn das nicht geht (weil an Deiner Anlage ein Antennenkabel angeschlossen ist), dann mußt Du die Audioleitung zwischen Mac und Anlage mit einer einseitigen Abschirmung ausstatten oder Übertrager benutzen. In beiden Fällen ist das Brummen dann weg.
Aber eigentlich ist das Brummen aus Brummschleifen konstant. Wenn es stark variiert, ist vielleicht doch nur irgendwo ein Wackelkontakt...
Hi Oliver,
grade hat Martin von Uwe Buschhorn eine Brummschleifen-Erklärung erhalten, und Martin selber hat ja bereits berichtet, dass nix mehr brummt,
sobald er den Antennenanschluß ausstöpselt. Also beschränk ich mich auf die Theorie:
Abschirmung (von schwachen Signalen, zB. audio 100 mV) wird meist "billig" verwirklicht, indem das Signal in einer innenliegenden Ader geführt wird, drumherum ein Alufolien-Rohr oder Kupfergeflecht. Diese metallene Ummantelung ist elektrisch extrem niederohmig. Dadurch haben "Störungen" (strenggenommen: elektrische Felder) keine Chance, in diesem Innenraum irgendetwas auszurichten. Insbesondere kann keine Brummspannung zwischen Signal-Draht und Ummantelung "injiziert" werden. Wohlgemerkt: die BrummSPANNUNG kriegen wir so in den Griff.
Nun gibts aber auch Ströme, die ins Spiel kommen. Strom wird "aufgeprägt" durch Magnetfelder. 50Hz-Magnetfelder gibts in unserm Alltag gräßlich häufig+kräftig. Immerhin können Magnetfelder nur dann einen Strom erzwingen, wenn sie durch einen geschlossenen "Ring" aus leitendem Material "hindurchgreifen". Stell dir vor, du legst einen Draht um deine Kaffeetasse herum und lötest die Drahtenden zusammen. Schon fließt Strom in diesem Draht, mit einem guten Meßinstrument durchaus meßbar. Die Magnetfelder unserer 50Hz-Stromversorgung sind überall, auch im Inneren dieses "Rings", und sie injizieren einen 50Hz-Strom in den Draht.
Nun machst du (bzw Martin) folgendes: Du steckst den SchukoStecker deines Computers in die Steckdose, ebenso den Schuko deiner Verstärkeranlage. Der Schu(tz)ko(ntakt) ist zwischen allen Dosen verbunden und geht als gelbrüne Ader zum Computer und zur Anlage, und dort muß diese Leitung mit dem Gehäuse ("Masse") verbunden sein, das ist Vorschrift. Also hast du fast schon einen "Ring".
Nun stöpseltst du ein abgeschirmtes Kabel in beide, den Computer und die Anlage. Bei beiden Geräten ist die Abschirmung mit Masse (=Gehäuse) verbunden. Du hast den Ring geschlossen! Jetzt können die Magnetfelder hindurchgreifen und Störstrom aufprägen. Es brummt. Und zwar umso mehr, je größer die Fläche ist, die der Ring umfaßt. Deshalb hilft es oft, die Netzkabel dicht beieinander zu führen. Ganz Skrupellose klemmen bei der Anlage den Schutzkontakt ab, dadurch ist der Ring unterbrochen. Aber auch die Schutzfunktion der Erdung ist nun natürlich dahin: wenn das Gerät verreckt, kann sein Gehäuse eventuell unter Netzspannung geraten und eine Todesgefahr darstellen.