Vor dem tunen ...


Garantie

Grundsätzlich gilt: Wer an seinem Mac rumlötet, dem geht die Garantie verloren.

Nicht alles funktioniert

Man hat keinen Anspruch darauf, daß die hier beschriebenen Beispiele in jedem Rechner funktionieren. Es gibt Mainboards die einen höheren Takt des Oszillators nicht verkraften. Aber aufgrund der anscheinend vorhandenen Leistungsreserven in den Mainboards von Apple kann man oft den Prozessortakt erhöhen. Denn fast proportional zur Takterhöung steigert sich auch die Geschwindigkeit des Computers. Prozessortuning kann also eine Leistungssteigerung, fast zum Nulltarif ermöglichen.

Risiken und Nebenwirkungen

Achtung! Selbst wenn das Mainboard den höheren Takt verkraftet, kann es zu Problemen mit Onboardethernet, den seriellen Schnittstellen oder Nubuskarten kommen

Löten

Mit keiner Aktion kann man sich Bauteile des Rechner so schön und so schnell zerstören wie mit einer schlechtgeplanten Lötaktion. Also, nicht Vaters alten Lötkolben benützen sondern eine potentialgetrennte Lötstation, eventuell den Prozessor vorher ausbauen (wg. Hitzeentwicklung), auf die Erdung achten und beachten daß einige Bauteile (z.B. der Prozessor) anfällig gegen statische Entladungen sind. Da Apple keine Schaltpläne zur Verfügung stellt, ist eine Fehlersuche extrem eklig.

Clippen statt löten

Es geht auch ohne löten: Statt den alten Oszillator auszulöten kann man auch auch einen schnelleren Oszillator mit einem Clip auf dem alten Oszillator befestigen. Zuvor muß aber natürlich der serienmäßig eingebaute Oszillator vorher stillgelegt werden.

Sockel

Die Oszillatoren sind meines Wissens nach auf die Boards gelötet. Wenn man sie entfernen will, muß man folglich den Lötkolben schwingen. Statt nun den neuen Oszillator ebenfalls auf die Platine zu löten, sollte man lieber einen Sockel auflöten und den neuen Oszillator stecken. Falls der Prozessor dann den neuen Takt nicht verkraftet, ist es ein Leichtes den alten Oszillator wieder einzubauen.

Kühlung

Taktet man die Prozessoren schneller, so erwärmen sie sich. Dabei können sie kaputt gehen. Deswegen sollte man eine Kühlung in Erwägung ziehen. Prozessoren kann man auf zwei verschiedene Arten kühlen: Bei der passiven Kühlung wird ein Kühlkörper mit Wärmeleitpaste auf den Prozessor geklebt. Bei der aktiven Kühlung bringt man auf dem Prozessor einen Lüfter (Speziallüfter extra für die CPU) an.

Literatur

Bevor ihr Euch über den Oszillator in Eurem Rechner hermacht, solltet ihr Euch Literatur besorgen und nachlesen wie man die Sache am besten angeht. Die Newsgroups sind voll von Tips & Tricks, guten & schlechten Erfahrungen.

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Last Modified 1/1/96